Laparoskopische Radikale Prostatektomie: Der Minimal Invasive Ansatz für die Behandlung von Prostatakrebs. Überblick von David B. Samadi, M.D.

   September 12, 2017   

Die Laparoskopische Radikale Prostatektomie:

Eine Minimal Invasive Operationsmethode für die Behandlung von Prostatakrebs

David B. Samadi, Doktor der Medizin.

Bei schätzungsweise 198 000 Männern in den USA wird Prostatakrebs diagnostiziert werden und ungefähr 38 000 werden allein in diesem Jahr daran sterben. Etwa ein Drittel der Prostatapatienten entscheidet sich für den chirurgischen Eingriff als Behandlungsmethode für ihren Prostatakrebs. Bei der traditionellen Offenen Operationsmethode muß ein großer Einschnitt gemacht werden um die krebsbefallene Prostata zu entfernen. Ein größerer Einschnitt bedeutet mehr Schmerzen, das höhere Risiko einer Infektion, eine längere Genesungsphase und die Möglichkeit von Blutungen. Die meisten Patienten müßen einen Katheter für zwei bis drei Wochen tragen. Um die Lebensqualität bei gleichem onkologischen Ergebnis zu verbessern, bietet das New York Presbyterian Hospital eine andere zukunftsweisende Technologie an: die moderne Minimal Invasive Chirurgische Methode, die den Namen Laparoskopische Radikale Prostatektomie trägt.

Heute läßt sich die Prostata durch fünf kleine “schlüssellochgroße” Einschnitte entfernen. Das Ergebnis sind ein niedrigeres Risiko an Blutungen und Transfusionen, kürzere Zeiträume für das Tragen des Katheters und die geringere Menge an postoperativen Schmerzmedikamenten. Druch eine 10- bis 15-fache Vergrößerung des Operationsfeldes läßt sich die Anatomie wesentlich besser erkennen, einschließlich der Blutgefäße und neurovaskularen Bündel, die für die Sexualfunktion verantwortlich sind.

Die Vorteile dieses Verfahrens sind beträchtlich:

  • Verkürzter Krankenhausaufenthalt von nur ein bis zwei Tagen. Die Mehrzahl verläßt das Krankenhaus nach einem Tag.
  • Wesentlich weniger Blutungen, das geringere Risiko einer Bluttransfusion
  • Minimaler Bedarf an Schmerzmedikamenten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.
  • Entfernung des Katheters am dritten Tag – im Vergleich zu 2 bis 3 Wochen bei der Offenen Operationsmethode.
  • 90% der Patienten sind in der Lage normale Tätigkeiten innerhalb einer Woche nach der Operation aufzunehmen
  • Vergrößerte außergewöhnlich gute Abbildung des Operationsfeldes (ungefähr 10- bis 15- fach höhere Auflösung)
  • Verbessertes kosmetisches Ergebnis

Fragen und Antworten bezüglich der Laparoskopischen Radikalen Prostatektomie

Die Operation wurde erstmals in den USA in den 1990er Jahren durchgeführt, wurde dann aber nicht weiter praktiziert auf Grund des außerordentlich hohen Zeitbedarfs für die Druchführung des Verfahrens. Die Methode wurde gegen Ende der 1990er Jahre von Chirurgen in Paris einer Revision unterzogen, die einige Modifikationen der Technik vornahmen und sie damit sicherer, effektiver und wiederholbar machten. Dies hat zu einer höheren Rate an Kontinenz und Potenz bei den Operierten geführt. Über 95% der Patienten sind absolut kontinent und 70% erreichen ihre Potenz innerhalb von sechs Monaten. Dieses positive Ergebnis ist vergleichbar den Ergebnissen der traditionellen Offenen Chirurgie.

Für einen UroOnkologen ist die völlige Entfernung des Prostatakrebses mit einer negativen Spanne der wichtigste Aspekt. Das nächste wichtige Ziel sind kontinente und potente Patienten. Die Ergebnisse der Laparoskopischen Radikalen Prostatektomie sind bisher vergleichbar mit denen der Offenen Chirurgie.

Die Genesungsphase nach einer traditionellen Offenen Operation beträgt vier bis sechs Wochen, wohingegen Patienten einer Laparoskopischen Radikalen Prostatektomie ihre normalen Aktivitäten bereits innerhalb einer Woche wieder aufnehmen können.

Die Laparoskopische Radikale Prostatektomie ist nach wie vor eine anspruchsvolle Operationsmethode – zum einen wegen der Lage der Prostata, zum anderen wegen der komplexen Schritte die mit der Prostatektomie einhergehen. Diese schließen die Verschonung der Nervenbündel und der urethrovesikalen Anastomosis ein.

Laparoskopische Radikale Prostatektomie: Der Minimal Invasive Ansatz für die Behandlung von Prostatakrebs. Überblick von David B. Samadi, M.D.
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